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Spukt es auf Burg Gemen?

Kein Schloss ohne Schlossgespenst – das gilt auch im Münsterland. Besucher von Burg Gemen berichten von schauerlichen grünen Lichtern…

Zurück gehen sollen diese Lichter auf den Geist einer jungen Frau, Cordula, die auf Burg Gemen den Tod gefunden haben soll. Cordula gab es wirklich - das steht fest. Sie lebte um 1500. Gerade 14 Jahre alt sollte die Ärmste einen wohlhabenden dreimal so alten Ritter heiraten, den sie nicht einmal kannte, heißt es in der Erzählung, die in Borken jeder kennt.  Am Abend vor der Hochzeit jedoch verliebte sie sich unsterblich in einen Minnesänger, der ihr vor ihrem Burgfenster ein herzergreifendes Liebeslied sang und sagte deshalb die Hochzeit ab. Es kam, wie es kommen musste: Der Minnesänger und der Ritter duellierten sich im Burghof. Cordula verfolgte den Kampf von ihrem Balkon aus. Als sie ihren Geliebten im eigenen Blut liegend sterben sehen musste, stürzte sie sich in die Tiefe, kroch - tödlich verwundet - über den Burghof und starb in seinen Armen. Seither soll ihr Geist noch immer auf Burg Gemen sein Unwesen treiben.

Ob es einen Geist gibt oder nicht, lässt sich natürlich schwerlich belegen, aber dass es sich um besagte Cordula handeln könnte, ist eher unwahrscheinlich. Denn die tatsächliche Geschichtsschreibung berichtet von eben jener Cordula ganz anderes: Fast 90 Jahre alt ist sie geworden und hat mit ihrem Mann, der sogar etwas jünger als sie gewesen sein soll, zwei Kinder gehabt. Kein Grund also, nach dem Ableben als Geist auf Burg Gemen nach einer Anschlussverwendung zu suchen…


Ort

Burg Gemen
Schloßplatz 1
46325 Borken
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