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Verstimmtes Geläut

Der Paulus-Dom in Münster ist eines der optischen Highlights in Münster, klanglich war er es 23 Jahre lang nicht, denn sechs von zehn Glocken des Geläuts waren verstimmt.

Foto: Elena Kuipers
Foto: Elena Kuipers

Im Südturm des Paulus-Doms hängen heute zehn Läuteglocken. Eine davon, die Ludgerusglocke, stammt noch aus dem Jahre 1526. Die Glocke hing ursprünglich in der Pfarrkirche St. Ludgerus zu Schermbeck und wurde 1954 an den Dom verkauft. Die anderen neun Glocken wurden 1956 von der Glockengießerei Feldmann & Marschel in Münster als deren größtes Geläut gegossen. Allerdings kamen sechs Glocken verstimmt aus dem Guss. 

Trotzdem wurden die Glocken am 29. September 1956 geweiht und aufgehängt – und erklangen von nun an satte 23 Jahre verstimmt über Münster. Erst 1979 wurden die betroffenen Glocken tiefer gestimmt, nachdem sich der zuständige Glockensachverständige dafür eingesetzt hatte. Diese Tonkorrektur richtete sich nach den drei größten Glocken, die als einzige tonlich stimmig waren. 


Ort

St.-Paulus-Dom
Domplatz 28
48143 Münster
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